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Voraussetzung für einen gelungenen Urlaub ist eine effektive und professionell durchgeführte Dialysebehandlung. Da ich zu Hause mit meiner Frau als Dialysepartnerin dialysiere (HeimHämodialyse), benötige ich im Urlaub eigentlich nur das Dialyseequipement. Aber wir genießen es, wenn wir mal im Urlaub richtig verwöhnt werden. |
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Arzt und Schwestern sind theoretisch nicht notwendig. Ich gehe immer mit gemischten Gefühlen zur ersten Urlaubsdialyse. Und nach der ersten erfolgreichen Behandlung fängt dann mein Erholungsurlaub erst richtig an.
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Unser Urlaub sollte diesmal in die Karibik, nach Punta Cana in die Dominikanische Republik gehen. Nachdem ich mich schon im März 2002 nach einem freien Dialyseplatz bei der Verwaltungschefin Desire Boumann in der Klinik Hospiten Bavaro in Punta Cana mittels EMAIL erkundigt hatte, bekam ich von ihr noch am gleichen Tag eine Zusage. Im Vorfeld konnte ich nun alle, für mich wichtigen Fragen abklären, Reise bei einem Veranstalter buchen, Auslandskrankenversicherung abschließen und so beruhigt alle weiteren Vorbereitungen für einen Karibikurlaub treffen. |
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Die Dialysestation befindet sich im Clinical Hospiten Bavaro in Punta Cana. Die Klinik ist nach ISO 9002 zertifiziert. Im April 2000 wurde in der Region Punta Cana, in der Nähe des Flughafens, dieses Krankenhaus mit 60 Betten, 3 OPs, Hämodialyse, Intensivstation, Kardiologie, Scanner, Radiologie, Labor, Pharmacie, usw, eingeweiht. Dort kümmert man sich hauptsächlich um Touristen, die durch einen Unfall, akuter Krankheit behandelt werden und wenn nötig auf einen Transport mit dem Flugzeug in ihr Heimatland vorbereitet werden. Jedes Hotel kennt die Telefonnummer der Klinik. Sie ist von den Hotels etwa 20 Minuten und vom Flughafen ca. 5 Minuten entfernt und gehört der spanischen Hospiten Gruppe an, die in Spanien, auf den Kanarischen Inseln und nächstes Jahr auch in Mexiko moderne Hospitals mit Dialyseeinrichtungen führen.
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Dialysiert wird mit Fresenius 4008 Maschinen. Das Dialysewasser wird über eine moderne Osmoseanlage aufbereitet und täglich geprüft. Eine Maschine ist für HBS positive Patienten vorgesehen. HIV und HCV positive Patienten werden nicht dialysiert. Die Schwestern, die fast alle aus Spanien kommen, sprechen zum Teil Englisch; aber die Verwaltungschefin Desire Boumann (kommt aus Holland) spricht perfekt deutsch und ist immer zur Stelle, wenn man sie braucht. Man achtet darauf, den gleichen oder ähnlichen Dialysator zu verwenden, den man auch im Heimatzentrum benutzt. Meine eigenen Punktionsnadeln hatte ich jedoch mitgebracht. |
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Erwähnenswert ist, dass die Schwestern Mili und Anus, Desire und Dr. Flores mich so herzlich aufgenommen haben. Wir hatten vieles zu erzählen und zu lachen, so dass sich eine nette Freundschaft entwickelte. Dr. Flores kommt extra von Santo Domingo (250km von Punta Cana entfernt), um ärztlichen Beistand zu leisten. Er ist ärztlicher Leiter der Transplantationsabteilung und Direktor der Nephrologie in Santo Domingo. Er spricht vorzüglich englisch und wir konnten uns über Nierenerkrankungen, Dialysebehandlung und über das Gesundheitssystem in Deutschland und in der Dominikanischen Republik unterhalten. Desire und Mili erzählten mir über die Kultur, über die Menschen in der Domrep. Somit hatten wir immer ein Thema, über das wir reden konnten.
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Schwester Anus kommt aus Spanien und ist die leitende Schwester der Klinik und Schw. Mili, meine absolute Lieblingsschwester, mit der ich mich super verstand, und ich in mein Herz geschlossen habe, kommt aus Santa Cruz auf Teneriffa. Meine Frau hat mich punktiert und konnte auch während der Behandlung anwesend sein. Verständigungsprobleme gab es kaum, und wenn, versuchten wir es mit Englisch,Deutsch und Handbewegungen. Wir haben uns vorgenommen Spanisch zu lernen. |
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Eine Dialysebehandlung incl. Laboruntersuchung kostet 250,- US$. Die Kosten wurden von meiner Krankenkasse übernommen. Auf Wunsch werden kaltes oder warmes Essen und alkoholfreie Getränke gereicht. Die Fahrtkosten mit dem Taxi zur Dialyse betragen zwischen 10,- und 15.- US$ (Der Fahrtpreis muss vor Fahrtantritt mit dem Taxifahrer ausgehandelt werden!)
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Der Abschied nach 2 Wochen wunderschönem Urlaub fiel schwer. Mili kam abends nach meiner letzten Dialyse noch vorbei, um Goodbye zu sagen, obwohl sie den ganzen Tag in Santo Domingo in der Dialysestation gearbeitet hatte. Wir tauschten unsere E-Mail Adressen, machten noch einige Erinnerungsfotos und ich versprach, mal wieder zu kommen. Bestimmt! Nächstes Jahr haben wir vor, in Cancun / Mexico unseren Jahresurlaub zu verbringen. Dort entsteht im Frühjahr 2002 eine Dialysestation im Hospital unter der Leitung der Hospiten Gruppe. Vielleicht treffe ich Mili dort.
Wenn Sie noch Fragen habe, können Sie sich bei mir melden: |